— Reorganisation der Weimbs-Orgel —
Zur Vorgeschichte der ehemaligen Orgel:
Nach der Sanierung des Kirchenraumes Anfang der 80er Jahre wurden die passenden Einrichtungsgegenstände gesucht. Die Kirchengemeinde konnte ein neogotisches Orgelgehäuse beim Provinzial-Mutterhaus der Schwestern in Grefrath-Mülhausen am Niederrhein erstehen. Dieses Orgelgehäuse konnte sich insgesamt mit der Emporenbrüstung und noch weiteren Gegenständen gut arrangieren.
Das Orgelgehäuse wurde von Herrn Restaurator und Bildhauer Christoph Müller aus Brühl umgebaut und aufgestellt und stand nun für einige Jahre als Fassade auf der Orgelbühne.
Die vor der damaligen Restaurierung des Kirchenraumes herrschende Überakustik wurde durch den Einzug einer neuen, auf Lücke gesetzten Holzdecke beseitigt. Im Ergebnis herrschte aber seit dem Einzug dieser Holzdecke eher eine Sprechakustik, welche für die Orgelmusik nicht optimal war.
Der damalige Orgelsachverständige, Herr Prof. Josef Zimmermann, wurde mit der Betreuung des damaligen „Orgelneubaus“ beauftragt. Gemeinsam wurden Überlegungen angestellt, eine neue Orgel in die vorhandene Situation einzupassen.
Aus Kostengründen einigten sich alle Beteiligten darauf, beinahe das gesamte Pfeifenwerk von der abgelegten Seifert/Köln-Orgel der Gemeinde St. Vitalis in Müngersdorf sowie aus unserem Lagerbestand zu nehmen. Durch diesen Pfeifenbestand ergab sich die besondere Tatsache einer „neuen“ Orgel mit deutsch-romantischem Klangkonzept. Sie zählte daher zu den ersten Orgelneubauten deutsch-romantischer Prägung im Umkreis, und dies zu einer Zeit, in der das barocke Klangideal „groß in Mode“ war.
Reorganisation / Neugestaltung der Hauptorgel:
– Disposition – ![]()
Allgemeines:
Bei der 2013 erfolgten Neugestaltung des Innenraums fiel auch der Orgelprospekt wieder in den Blickpunkt. Die bis dahin den Raum beherrschende Neo-Gotik wurde reduziert. Die Orgel-/Sängerbühne wurde aufgegeben und somit der Blick auf dahinter befindliche Taufkapelle wieder freigelegt. Die Raumakustik wurde durch verschiedene Maßnahmen optimiert.
Das gesamte Orgelprojekt basiert auf zwei Bausteinen: Der erste Baustein ist die 2013/2014 erfolgte Reorganisation/Neugestaltung der vorhandenen Hauptorgel. Den zweiten Baustein bildet die klangliche Ergänzung der vorhandenen Hauptorgel durch ein zusätzliches Werk auf der Orgelbühne in der Annokapelle in 2017. Diese Ergänzung ist durch die mittlerweile erfolgte Änderung der Raumnutzung, wie zum Beispiel das Feiern der Werktagsmessen in der Annokapelle, besonders wichtig.
Konzept:
Das Klangkonzept von Herrn Kantor Holger Weimbs und dem Orgelsachverständigen, Herrn Eckhard Isenberg, basiert auf einer Aufteilung der Orgel in zwei Klangkörper. Es erlaubt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten der Orgelmusik mit Chor, Kinderchor, Sänger, Solisten und Orchester. Das vorhandene Orgelwerk wurde optisch neu gestaltet und klanglich optimiert.
einige Impressionen aus der Bauphase
- Die neue Orgel für die Annokapelle hat ihren Platz bezogen
- Die beiden Jalousienenfronten können separat angesteuert werden
- Annokapellen-Orgel: Die Vormontage geht zügig voran
- Annokapellen-Orgel: Die Schwelljalousien werden eingepasst
- Anno Pfeifenwerk 01 Annokapellen-Orgel: Das neue Pfeifenwerk wird einrastriert
- Annokapellen-Orgel: Beginn des Gehäusebaus
- Annokapellen-Orgel: Beginn der Vormontage
- Die Windladen der Annokapellen-Orgel
- Blick ins Positiv
- Blick ins Hauptwerk
- Die ersten Töne am neuen Spieltisch
- Der erste Eindruck ohne die große Gerüstplattform
- Tastenkontakte in Form von Hall-Sensoren
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- Ein Teil des großen Gerüstes kann wieder demontiert werden
- Kantor Holger Weimbs beim Interview
- Die Tuba Petri wird montiert
- Ein erster Eindruck
- Die Montage hat begonnen
- Der große Zentralspieltisch nimmt langsam Gestalt an.
- Oben warten die Holzbalken auf die neue Orgel, während unten der letzte Putz aufgetragen wird.
- Die Prospektpfeifen werden kurz einrastriert, bevor die Orgel wieder demontiert und für die Anlieferung verpackt wird.
- Die Position der Orgelträger wird überprüft
- Kantor Holger Weimbs zu Besuch
- Montage der Tuba Petri
- Die Tuba Petri im Detail
- Die Orgel füllt sich mit altem und neuem Pfeifenwerk
- Montage des Rüstwerks
- Einzeltonwindladen
- Vorbalg in Form eines Schwimmerbalgs
- Die Stahlträger zur Aufnahme der Orgel sind montiert
- Die ersten Zusatzwindladen in der Fertigung
- Die Löcher zur Aufnahme der Stahlträger sind gestemmt
- Die alte Orgel ist demontiert
- Der ehemalige neo-gotische Orgelprospekt

















































