— Orgelneubau  – Fertigstellung ca. Frühjahr 2019 —

 

Die vorherige vollpneumatische Orgel aus dem Jahre 1928 wurde von der nicht mehr existenten Firma Seifert aus Köln erbaut, 1971/72 durch die niederländische Orgelbaufirma Verschueren instandgesetzt und in ihrem Dispositionsbestand einschneidend verändert. Auf Grund des unbefriedigenden Klangbildes, sich häufenden Störungen und der zur Chorarbeit unbrauchbaren Spieltischausrichtung, wurde seitens des Orgelsachverständigen empfohlen, zunächst keine Mittel in das vorhandene Orgelwerk zu investieren und eine Machbarkeitsstudie für einen Orgelneubau zu erstellen. Letztendlich wurde das Instrument veräußert.

Das nun geplante Orgelwerk verfolgt die Idee einer optimalen Chor- und Gemeindebegleitung unter Berücksichtigung sämtlicher räumlicher Gegebenheiten. Die vorgeschlagene Disposition basiert auf den Instrumenten im französisch-spätromantischen Stil der Zeit von Cavaillé-Coll oder Merklin. Typisch für diese Instrumente ist die klare Funktionsteilung der beiden Werke. Das Hauptwerk ist besonders geeignet für die Gemeindebegleitung und das zweite Werk, das so genannte „Recit“, ist speziell disponiert für die Chorbegleitung.

Der Kirchenchor findet Aufstellung in der Mitte der Orgelbühne vor dem frei zur Geltung kommenden rückwärtigen Fenster. Der Spieltisch steht auf der dem Orgelgehäuse gegenüberliegenden Seite. Somit befindet sich der Organist vor dem Chor und der Orgel, kann folglich den Chor optimal leiten und hat zudem einen direkten Kontakt zur Gemeinde im Kirchenschiff.

Das Pfeifenwerk des Pedalwerks und der Winderzeuger samt Vorbalg befinden sich in einem zusätzlichen 3/4-hohen Gehäuse, unauffällig positioniert hinter dem Hauptgehäuse. Zur Verbesserung der Abhörmöglichkeit werden die seitlichen Gehäusefüllungen sowohl im Haupt- als auch im Pedalwerksgehäuse offen gestaltet. Dadurch wird nicht nur der wichtige Direktschall des Pfeifenwerks beim Chor und Organisten hörbar, sondern es wird zudem die Luftzirkulation im Innern der Orgel verbessert. Die Register- und Spieltrakturen arbeiten reinmechanisch. Einzig das Pedalwerk wird elektrisch angesteuert.


einige Impressionen aus der Bauphase