— Orgelneubau —
Die Gestaltung des Kirchenraums der Martin-Luther-Kirche zu Trittau ist ein Werk des Architekten C.A.W. Lohmeyer aus dem Jahr 1880. Die Ausstattung ist als Zeuge hochwertiger sakraler Baukunst zu betrachten. Der Innenraum besteht aus gedrungenen Spitzbögen und einer Reihenwiederholung der Motive. Dieser Stil ist ein Merkmal der englischen Tudorgotik, die im 19ten Jahrhundert in Deutschland öfter als Vorlage genommen wurde.Der Entwurf der neuen Orgel sollte in seiner Gestaltung Merkmale des Raumes im eigenen Proportionssystem wieder aufgreifen und, wenn möglich, zusätzlich Harmonie zu den vorhandenen Farben im Raum aufweisen. In Zusammenarbeit mit Frau Architektin Christine Johannsen konnten wir einen bewusst modern gestalteten Prospektentwurf vorlegen. Er bildet sich als Hauptgestaltungselement aus den im Raum zu findenden Bögen. Die einzelnen Pfeifenfelder spiegeln das Reihensystem wider und durch ein Farbenspiel werden bewußte Akzente gesetzt.
Die waagerechten Gestaltungselemente am oberen Ende der Prospektpfeifen wurden farblich in zwei unterschiedlichen Farbtönen gefaßt: Die Vorderseite erhielt einen grünen Farbton und die Unterseite der Stäbe einen roten Farbton. Beide Farbtöne sind dem Raum entnommen. Vom Chorraum aus betrachtet sieht man nur die Farbe der Vorderseite. Je mehr man nun, vom Altar aus beginnend, der Orgel näher kommt, erkennt man einen zunehmenden interessanten Farbwechsel im Orgelprospekt. Dieser Farbwechsel, gepaart mit der sich ändernden Perspektive der Orgel, fesselt den Betrachter und regt zum Nachdenken an.
einige Impressionen aus der Bauphase
- Die Keilbälge werden in der Balgkammer positioniert
- Alle packen mit an!
- Die Königin wird willkommen geheißen!
- Zinnkondukten für die Prospektpfeifen
- Die Einsätze für die Innenkropfpfeifen sind auch fertig
- Architektin Frau Johannsen, Kreiskantorin Frau Fischer und der Orgelsachverständige Herr Petersen (von rechts) beim Werkstattbesuch
- Kreiskantorin Frau Barbara Fischer freut sich auf ihre Orgel
- Spiel- und Registertrakturen werden eingebaut
- Ein erster Eindruck
- Das Zierwerk ist bereit zum Einbau
- Blick schräg von hinten mit dem rückwärtigen Stimmgang
- Die Registerschleifen werden eingepaßt
- Das Orgelgehäuse nimmt Formen an
- Die fertigen Keilbälge ruhen im Balggestell
- Windladenfertigung – hier liegt jetzt die Unterseite (Ventilseite) oben
- Die Metallpfeifenfertigung
- Der Gehäuseaufbau schreitet voran
- Die Trakturdrähte des Spieltischs
- Die Klaviatur des I. Manuals wird eingebaut
- Die Spielwellen sind fertig zum Einbau in den Wellenrahmen
- Die Prospektrahmen werden verleimt
- Windladenfertigung
- Das Gestell für die Keilbälge
- Blick von hinten auf den Spieltisch
- Aufbau des Orgelgehäuses
- Die ersten Wellenrahmen und Wellenbretter sind vorbereitet
- Die Windladen werden gebohrt
- Die Koppelwippen für den Spieltisch sind fertig
- Fertigung der Metallpfeifen – hier: Terz 1 3/5′
- Mit dem Balggestell für die Keilbalganlage wurde begonnen
- Prospektentwurf aus der Auftragsphase
- Der Orgelneubau wurde gefördert durch:










































