— Orgelneubau im historischen Gehäuse —

 

Der Dom zu Hamar ist die Bischofskirche des evangelisch-lutherischen Bistums Hamar. Die im Jahre 1866 aus Ziegelsteinen im neoromanischen Stil errichtete Basilika zählt zu den bedeutensten Bauwerken in der weitereren Region. Für diesen Bau verantwortlich zeigte sich damals der deutsche Architekt Heinrich Ernst Schirmer. Der Innenraum wurde 1953 vom norwegischen Architekten Arnstein Arneberg maßgeblich neu gestaltet.

 

 

 

Die erste Domorgel wurde 1880 vom norwegischen Orgelbauer August Nilsen gefertigt. 1925 wurde dieses Instrument von der Firma Olsen & Jørgensen durch eine neue Orgel mit 31 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal, ersetzt. Anlässlich der 100-Jahrfeier der Kirche wurde das Instrument überarbeitet und auf 35 Register erweitert. Hinzu kam ein neuer dreimanualiger Spieltisch.

Norwegen Hamar Domkirke Weimbs-Orgel

 

Das Altarbild wurd von 1953 von Henrik Sørensen geschaffen und zeigt den auferstandenen Jesus ohne Bart und mit kurzen Haaren. Die Deckenmalereien stammen von Arve Hagen und zeigen den Heiligen Geist sowie musizierende Engel. Die Kanzelschnitzereien fertigte Anthon Røvik, welche auch ein Bildnis des Franz von Assisi zeigt. Die Fenster sind mit Gemälden verziert, die wohl von mittelalterlichen Wandteppichen inspiriert sind.

Altar Domkirche Hamar

 

Das nun von uns neu zu fertigende Orgelwerk übernimmt das historische Orgelgehäuse von 1925 und wird 45 Register umfassen. Das klangliche Konzept basiert auf einer Orgel mit zwei fundamentreich besetzten Manualwerken im klassischen Stil und einem zusätzlichen romantischen Werk. Das Positiv-Echo ist ein kleines Werk im klassischen Stil und erlaubt das Spiel der barocken und spätbarocken Meister. Das dritte Manual hingegen erweitert das Instrument zu einem symphonischen Werk.

Der Hauptspieltisch steht frei, mittig auf der Orgelbühne mit Blickrichtung des Organisten zur Orgel. Die Spieltrakturen arbeiten mechanisch und die Registertrakturen elektrisch. Für die ebenerdige Aufstellung im Kirchenraum ist ein zuzsätzlicher reinelektrischer Spieltisch vorgesehen.

 

einige Impressionen aus der Bauphase