— Reorganisation —

 

Massiver Winddruckabfall, technische Probleme in der elektrischen Steuerung, Kritik an der Intonation, Schimmelbefall – wenn man die Ausgangslage für uns beschreiben soll, dann ist es mit diesen wenigen Worten vielleicht am treffensten.

Da die elektrische Verkabelung und auch einige andere Bauteile der Gleichstromversorgung der Peter-Orgel aus dem Jahre 1963 nicht mehr den aktuell geltenden brandschutztechnischen Vorschriften entsprach, haben wir die Übernahme der wenigen noch zulässigen Elektrobauteile grundsätzlich auch in Frage gestellt. Gegenüber gestellt wurden daher die technischen und auch klanglichen Möglichkeiten bei einer Sanierung der vorhandenen Elektrik und bei einer möglichen neuen elektronischen Steuerung mit erweiterten Bedienkomponenten. Hierbei ging es weniger darum, die doch recht kleine Peter-Orgel ganz pauschal mit einer neuen Steuerung zu überfrachten, sondern vielmehr darum die zwangsläufig begrenzten klanglichen Möglichkeiten einer solch kleinen Disposition zu erweitern. Gerade die kleineren Instrumente gewinnen maßgeblich durch die heute möglichen neuen Bedienmöglichkeiten.

Um die alte, im Grunde genommen sogar optisch ansprechende Anordnung der Registerwippen nicht mit unzähligen zusätzlichen Registerwippen für die Koppeln oder anderer Zusatzfunktonen zu verunstalten, haben wir einen so genannen Koppelnavigator überlegt. Dieser Koppelnavigator ermöglicht mit wenigen Drückern sowohl die Schaltung sämtlicher Sub- und Superkoppeln über alle Werke als auch bietet er zusätzlich in allen Werken die sehr interessante Möglichkeit der „Äqual-Ab“-Funktion und es ist ebenfalls die sehr begehrte Funkton der „Floating Devisions“ automatisch gegeben.

 

oben die Ausgangslage mit der alten Optik und unten die nun neue Optik mit dem Koppelnavigator auf der linken Seite. Die freie Kombination wurde trotz der Erweiterung um eine moderne, titelbasierte Setzeranlage beibehalten.

Durch diesen Koppel-Navigator hat der Organist alle diese zuvor beschriebenen Funktionen ohne einen Umweg über ein Touchdisplay im Direktzugriff. Alle übrigen Funktionen, die ein heutiges Traktursystem zusätzlich auch zur Verfügung stellt, sind über ein entsprechendes Touchdisplay in einer Schublade einstellbar. Eine zusätzliche MIDI-Schnittstelle ist ebenfalls vorhanden.

 

Aber die beste Technik ist ohne einen guten Orgelklang hilflos. Daher wurde das Orgelwerk grundlegend umintoniert. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch unter folgendem Link des Chorverbandes  Cantare Repelen.

Das obere Bild zeigt das Innere des Spieltischs vor dem Umbau – die beiden unteren Bilder entsprechend danach.
Unten links der Blick hinter die Registerwippen und unten rechts die Gesamtansicht der Rückseite des Innenlebens.

Durch die Verwendung eines BUS-Systems besteht grundsätzlich die Möglichkeit den fahrbaren Spieltisch im gesamten Kirchenraum einzusetzen und so hinsichtlich der jeweiligen Anforderung optimal zu positionieren. In Repelen sind diesbezüglich im Vorfeld zwei Hauptstandorte mit jeweils einer Netzwerk-Steckdose installiert worden. Der Einsatzradius ist dann nur noch vom Netzwerk-Anschlußkabel abhängig, welches im Grunde genommen bis zu einer Länge von ca.100m angefertigt werden kann.

Die elektrische Verkabelung der Schleifenzugmagnete vorher und nachher.

Die ursprünglich auf den Magneten montierten Steuerteile waren für Wartungsarbeiten nur sehr schlecht erreichbar. Wir haben daher jetzt auf den Magneten lediglich einen Anschlußblock montiert und die neuen Steuerteile in den gut zugänglichen neuen Schaltschränken der Traktursteuerung untergebracht.