— Reorganisation der Pedrini-Orgel —
Die Kathedrale zu Piacenza beherbergt zwei Orgeln. Eine historische Tamburini-Orgel aus dem Jahre 1905 und eine Pedrini-Orgel von 1982.
Die Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt und St. Justina oder auch der Dom zu Piacenza liegt im Bistum Piacenza-Bobbio in der Region Emilia-Romagna und hat den Rang einer Basilica minor.
Erbaut wurde der Dom im romanischen Stil mit gotischen Elementen vermutlich zwischen 1122 und 1233. Die Fassage ist aus rosa Veroneser Marmor und Sandstein gefertigt. Der 72,5 Meter hohe Glockenturm aus Ziegelsteinen wird von einer vergoldeten Kupferskulptur gekrönt, die einen Engel, Angil dal Dom genannt, darstellt.
Das zur Kathedrale gehörende Kronos-Museum zeigt ein reiches Kunst- und Kulturerbe, das vom 12. bis zum 20. Jahrhundert reicht. Die Exponate stammen aus dem Dom selbst und anderen Kirchen der Region und bieten einen umfassenden Überblick über die religiöse Kunst und Kultur der Region über mehrere Jahrhunderte.
Erbaut wurde die Pedrini-Orgel als ein Instrument im italienischen Stil. Leider ist sie derzeit in einem sehr schlechten Zustand. Die elektrische Registertraktur ist ausgefallen. Das Spiel der Teilwerke ist nur noch mit festgelegten Registrierungen möglich.
Eine eingehende Untersuchung hatte zum Ergebnis, dass eine normale Sanierung zu keinem befriedigenden Ergebnis führen wird. Die sehr mangelhafte mechanische Tontraktur gepaart mit den mangelhaft konstruierten Windladen erfordern eine grundlegende Neubetrachtung der Gesamtsituation. Der zuständige Kathedralorganist Herr Federico Perotti hat klare und gezielte Vorstellungen darüber, wie das Instrument zukünftig sein kompositorisches Schaffen optimal unterstützen kann.
Der vorhandene Spieltisch wird aufgegeben und durch einen neuen, frei beweglichen elektrisch traktierten Spieltisch ersetzt. Der neue Spieltisch wird für eine mögliche Ansteuerung der vorhandenen historischen Tamburini-Orgel vorbereitet.
In einem ersten Teilabschnitt fertigen wir den neuen Spieltisch und das neue Solo-Werk. Nach der Inbetriebnahme des Solo-Werks in 2026 wird die Hauptorgel teildemontiert und für die Reorganisaton in 2027 vorbereitet.
Ein Erinnerungsfoto an die feierliche Vertragsunterzeichnung
von links nach rechts: Frank Weimbs, Federico Perotti, Don Giuseppe Basini (Generalvikar), Don Serafino Coppellotti (Dompropst)


