Sanierung von Orgelelektriken

Die Erneuerung/Sanierung veralteter, nicht mehr VDE-konformer Orgelelektriken!

Die Stromversorgung der verschiedenen elektrischen Orgelkomponenten entspricht bei älternen Anlagen meist in vielfacher Hinsicht nicht mehr den jeweils aktuell geltenden VDE- oder brandschutztechnischen Vorschriften.

Zu beachten ist, daß es keinen Bestandsschutz gibt, der jeweilige Betreiber für den ordnungsgemäßen Zustand seines Elektrogerätes verantwortlich ist und daher nach Kenntnisnahme eventueller Mängel für Abhilfe sorgen muß. Auf Grund dieser Tatsache ist dieses Thema vor einigen Jahren speziell auf Grund haftungstechnischer Fragestellungen bei den entsprechenden Institutionen verstärkt in den Fokus gerückt. (Siehe hierzu auch die Informationen des Bund Deutscher Orgelbaumeister).

Entscheidend ist, daß die gesamte Verkabelung einer Orgel immer den aktuell geltenden Vorschriften entsprechen muß. Einen vielfach vermuteten Bestandsschutz gibt es nicht. Die vielen Vorschriften jetzt im Detail darzulegen wäre nicht zielführend. Daher haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen in einem Merkblatt zusammengestellt.

 

Merkblatt "Veraltete Elektroinstallationen" pdf

 

Die am häufigsten anzutreffenden Mängel sind:

▪ veralteter, nicht kurzschlußsicherer Orgeltrafo

▪ zu gering dimensionierte und aus dem falschen Material gewählte Sammelleiterschienen

▪ zu gering dimensionierte Zuleitungen zu den Sammelleiterschienen

▪ das Fehlen einer Kurzschlußabsicherung

 

 

Beispielbilder erfolgter Sanierungsarbeiten

Grundsätzlich ist es richtig und zweckmäßig die Verkabelung einer neuen Orgel mit modernen
Serienbauteilen aus der Industrie, wie zum Beispiel aus dem Maschinenbau zu realisieren.
 
Eine Neuverkabelung im Zuge eines Restaurierungsprojektes
stellt jedoch eine zusätzliche, besondere Schwierigkeit dar.
In einem historischen Orgelwerk wirken moderne Materialien meist fremd und unschön.
 
Ziel ist es meist die Optik der neuen Verkabelung in allen Details möglichst nahe am Original
zu fertigen und trotzdem sämtliche geltenden Vorschriften einzuhalten.
Unterstützt und begleitet wurden wir bei diesem Projekt von Dipl.-Ing. Thomas Kroll.

 

Sammel alt

Hier sieht man ein Beispiel einer falschen Sammelleiterkonstruktion
 Messing Draht! - viel zu dünn und aus dem falschen Material

 

Magnete

Neue Sammelleiterschienen aus Kupfer mit Isolierunterlage
und Lötfahnen für die Magnetanschlußpunkte.
 

 

 Registerwippe alt

Beispiel Selenscheiben:  Sie altern und sind zwingend zu ersetzen

 

Registerwippe neu

Hier sind die Selenscheiben durch eine Diodenkonstruktion ersetzt worden.
Die Funktion ist identisch und die Optik ist bewußt in Anlehnung an die Selenscheiben gewählt.

 

 

Spieltisch hinten

 Blick von hinten auf einen elektrischen Spieltisch mit
Selenscheibentechnik und offener Verkabelung.

 

Spieltisch hinten neu2
 
 Der sanierte Spieltisch zeigt nun eine Diodenkonstruktion und
einen sortierten und mit Lötfahnen gefertigten Anschlußkasten.